Rückfahrkamera fürs Auto

Rückfahr-KamerasystemEine Rückfahrkamera ist eine kleine Kamera, welche am Heck des Fahrzeugs verbaut ist. Die Kamera ermöglicht Ihnen, mithilfe eines kleinen Bildschirms im Armaturenbrett beziehungsweise am Armaturenbrett, den Blick hinter Ihr Fahrzeug. Mithilfe der Kamera können auch sehr niedrige Hindernisse wahrgenommen werden. In der Regel ist die kleine Kamera am Heck gar nicht zu sehen. Meist ist die Rückfahrkamera versteckt angebracht. Das ist oft dann der Fall, wenn das Fahrzeug serienmäßig mit einer Rückfahrkamera ausgestattet ist. Bei größeren Fahrzeugen, wie zum Beispiel Wohnmobile oder LKW’s / Nutzfahrzeuge, ist die Rückfahrkamera häufig etwas größer. Das liegt daran, dass bei diesen Fahrzeugen ein größeres Blickfeld nach hinten notwendig ist.

Wenn die Rückfahrkamera serienmäßig verbaut ist, arbeitet das Kamerasystem oft mit dem verbauten Abstandsmesssystem zusammen. Das bedeutet, dass Abstände mithilfe von Hilfslinien im Display dargestellt werden. Darüber hinaus bieten Rückfahrkameras auch nützliche Features wie:

  • das Darstellen des Weges anhand des Lenkeinschlags,
  • ein Modus zum Paralleleinparken und
  • ein Zoom Modus für den Bereich der Anhängerkupplung.

Im Jahr 2007 kam im japanischen Fahrzeug Nissan Elgrand ein Kamerasystem zum Einsatz welches ein Bild aus der Vogelperspektive auf dem Bildschirm anzeigt. BMW nennt ihr System Sourround View und Volkswagen Area View. Bei diesen Systemen befinden sich neben der eigentlichen Rückfahrkamera, noch weitere Weitwinkelkameras an der Front und in den Seitenspiegeln. Aus den Bildern dieser Kameras wird das Bild der Vogelperspektive erzeugt.

Welche Vorteile hat eine Rückfahrkamera?

Zunächst einmal bieten die Kameras mehr Sicherheit weil Sie bei Rückwärtsfahrten und beim Rangieren den rückwärtigen Bereich im Blick haben. Gerade bei großen und unübersichtlichen Fahrzeugen wie zum Beispiel bei einem SUV, Transporter oder LKW können Sie schnell Personen übersehen.

Ein weiterer Pluspunkt ist das Thema Sicherheit in Hinblick auf Schäden an Ihrem eigenen Fahrzeug als auch an anderen Fahrzeugen oder Gegenständen. Gerade beim Einparken ist der Poller oder der Felsstein schnell übersehen und der Schaden am Fahrzeug geht schnell in die hunderte oder gar tausende Euro.

Natürlich reicht die Rückfahrkamera alleine nicht aus. Der Rundumblick mit Hilfe Ihrer Außenspiegel ist weiterhin unerlässlich.

Gibt es fahrzeugspezifische Rückfahrkameras?

Grundsätzlich gibt es fahrzeugspezifische Kameras. Es gibt sie jedoch nicht für jedes Modell. Für die übrigen Modelle, für die es keine Rückfahrkamera gibt, kommen die universellen Kameras zum Einsatz. In dem Fall ist der Einbau auch etwas komplizierter weil man vorhandene Systeme und Kabel beziehungsweise Kabelbäume nicht nutzen kann. Alle Kabel müssen „händisch“ unter den Verkleidungen Ihres Fahrzeugs verlegt werden. Das heißt aber nicht, dass der Einbau immer kompliziert sein muss. Viele Hersteller der Rückfahrkameras bieten auf ihrer Webseite die Einbauanleitungen der Rückfahrkameras an. Dort können Sie sich einen Überblick über den Aufwand verschaffen und bewerten ob Sie den Einbau selbst durchführen können.

Wie groß ist der Aufwand zum Nachrüsten einer Rückfahrkamera?

Das ist von den verbauten Komponenten abhängig. Ist in Ihrem Fahrzeug zum Beispiel ein Autoradio mit großem Display verbaut, so kann die Rückfahrkamera mit einem fahrzeugspezifischen Einbausatz an das Autoradio angeschlossen werden. Die Kamera ist meist in die Kennzeichenleuchte integriert, welche ausgetauscht werden muss. Das bedeutet nicht, dass Sie nach der Nachrüstung keine Kennzeichenleuchte mehr haben. Die Funktion der Beleuchtung bleibt erhalten, wird jedoch durch eine Kamera erweitert. Wenn Sie anschließend alle Kabel verlegt haben, ist das System funktionsfähig.

Bei einer universellen Kamera und keinem geeignetem Radio, ist der Einbauaufwand als auch die Kosten etwas höher. Sie müssen ein Display anschaffen oder ein Rückfahrkamera-Set kaufen, welches eine Kamera, die notwendigen Kabel und ein Display enthält. Diese Komponenten müssen dann sorgfältig verbaut und die Kabel verlegt werden. Die im Auto vorhandenen Kabelbäume und Steckverbindungen können nicht adaptiert werden.

Wo ist solch eine Kamera also sinnvoll?

Die Rückfahrkamera ist grundsätzlich bei unübersichtlichen Fahrzeugen und Fahrzeugen mit großem Aufbau sinnvoll. Wenn Sie zu der Gruppe gehören, welche mit dem Wohnwagen in den Urlaub fahren, dann bleibt Ihnen die Sicht hinter den Wohnwagen verwehrt. In dem Fall sollten Sie an dem Wohnwagen eine Kamera verbauen welche das Bild in Ihr Auto überträgt. Da das verlegen eines Kabel sehr aufwändig wäre, empfehlen wir Ihnen eine kabellose Rückfahrkamera.

Wir empfehlen Ihnen jedoch, die kabelgebundene Kamera der kabellosen Kamera vorzuziehen. Der Grund hierfür liegt in der Fehleranfälligkeit. Kabellose Rückfahrkameras sind störanfälliger. Das Bild kann, aufgrund von störenden Geräten in der näheren Umgebung, auch mal ausfallen. Dies ist jedoch sehr selten der Fall.

Bei folgenden Fahrzeugen empfehlen wir den Einsatz einer Rückfahrkamera.

  • Wohnmobile
  • PKW mit großem Anhänger
  • PKW der Oberklasse (große Limousinen und Kobis)
  • Transporter
  • LKW

Was ist zu beachten?

Sie sollten im Wesentlichen auf folgende Details achten, damit Ihnen die Kamera auch wirklich hilft und Sie mit dem gekauften Produkt schlussendlich auch zufrieden sind.

  • Die Kamera muss wasserdicht sein.
  • Eine Nachtsichtfunktion muss vorhanden sein.
  • Das Bild auf dem Monitor muss scharf sein.
  • Der Kontrast des Monitors muss hoch sein, damit auch bei Sonneneinstrahlung etwas zu erkennen ist.
  • Damit Sie auch etwas auf dem Bildschirm erkennen wenn Sie von der Seite auf ihn schauen, muss der Blickwinkel (Grad) möglichst hoch sein.
  • Ebenso sollte der Blickwinkel bei der Kamera möglichst hoch sein, damit Sie auch die Seiten und den Bereich dicht am Heck des Fahrzeugs sehen. Ein Wert von 120 Grad ist schon gut aber es gibt noch Kameras die einen größeren Winkel abdecken.

Bei dieser Rückfahrkamera entfällt das Verlegen von Kabeln weil das System schnurlos arbeitet. Das Set besteht aus der wasserdichten Kamera (mit Nachtsichtfunktion), dem 3,5 Zoll Monitor, Kabeln zum Anschluss an die Stromversorgung und weiterem Montagezubehör.
Autokamera - Pro User 16228 Kabellose Rückfahrkamera und Einparkhilfe APR035
Preis: 169,01 EUR
Hersteller: Pro User
Lieferbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen
Bewertung:3.9 von 5 Sternen
(3.9 basierend auf 69 Kundenrezensionen)

Ist Kabel besser als Funk?

Wie zuvor schon erwähnt, sollten Sie die kabelgebundene Variante der Funk Version vorziehen weil sie einfach nicht so anfällig beziehungsweise störungsempfindlich sind. Ein Funk-System neigt eher zu Bildausfällen und Störungen.

Im Umkehrschluss bedeutet die kabelgebundene Einparkhilfe auch mehr Aufwand. Die Kabel müssen in der Regel durch das ganze Auto gelegt werden. Wie einfach oder kompliziert dies ist, hängt ganz allein von dem Fahrzeug ab. Wenn Sie jedoch einen Weg aus dem Fahrzeug heraus gefunden haben, dann können Sie die Leitungen auch über den Fahrzeugunterboden verlegen. Sie müssen nur darauf achten, dass die Kabel nicht in die nähe von heißen Teilen kommt (z.B. Auspuff, Motor).

Wie wichtig ist die Qualität des Bildschirms?

Der Bildschirm ist enorm wichtig. Ist die Anzeigequalität schlecht, nützt Ihnen die ganz Rückfahrkamera nichts. Die meisten Bildschirme, welche Sie im Handel bekommen können, sind zwischen vier und sieben Zoll und haben ein Format von 16:9 und/oder 4:3. Einige Bildschirme lassen sogar ein Umschalten zwischen beiden Formaten zu.

Der Bildschirm sollte also nicht zu klein sein und eine gute Auflösung haben. Alternativ ist die, schon beschriebene, Anbindung an einen vorhandenen Moniceiver möglich. Dabei handelt es sich um einen Bildschirm, welchen der Fahrzeughersteller bei der Auslieferung verbaut. Dieser ist optisch dann schon perfekt in das Armaturenbrett eingearbeitet.

Benötige ich Abstandsmarken auf dem Display?

Es gibt Systeme bei denen auf dem Bildschirm Markierungen in Form von Strichen vorhanden sind. Diese Striche leuchten, je nach Abstand andersfarbig auf und zeigen damit den Abstand an. So wird eine rote Linie bei dem geringsten Abstand von 30 Zentimetern, rot aufleuchten. Dann könnte der Strich  bei einem Abstand, von zum Beispiel einem Meter, gelb aufleuchten und andernfalls grün. In welchen Abständen welche Farbe aufleuchtet, hängt von dem System als auch von dem Hersteller ab.

Diese Abstandsmarken sind gerade bei Dunkelheit sinnvoll, weil auf dem Bildschirm nicht immer viel zu sehen ist.

Die Rückfahrkamera als Rückspiegel

Da solch ein System den Rückspiegel gut ergänzt, müssen Sie unbedingt auf die richtige Ansicht achten und die richtige Befestigung der Kamera. Wenn Sie auf den Bildschirm sehen, dann sollten Sie das gleiche Bild sehen, als wenn Sie in einen Rückspiegel schauen. Ein guter Test ist ein Blatt auf dem ein Wort steht oder sogar ein Kennzeichen. Halten Sie einfach das Kennzeichen oder den Schriftzug in die Kamera und schauen auf den Bildschirm. Die Schrift und das Kennzeichen müssen seitenverkehrt sein.

In der Regel ist dies in allen Rückfahrkamera Sets berücksichtigt würden. Diese Sets besitzen einen Chip, der die Spiegelung übernimmt.